
02.07.2020 | Die IGA 2017 hat dazu geführt, dass im Wuhletal großflächig Natur zerstört und große Flächen asphaltiert wurden. Der Kienberg wurde massiv verbaut und wertvolle Naturflächen dadurch zerstört. Im Zuge der Schaffung einer „Erlebnislandschaft“ wurden wertvolle Grünflächen versiegelt. Mit einem dringenden Appell an das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und die Bezirksfraktionen hat sich das Bündnis „Entsiegelt Berlin – Natur statt Asphalt“, für einen zumindest teilweisen Rückbau der Eingriffe in das Wuhletal ausgesprochen.
Direkt neben der U-Bahnstation „Kienberg“ wurde ein großer Parkplatz für die IGA geschaffen. Nach dem Ende der IGA muss dieser Parkplatz zurückgebaut werden. Ziel der Erschließung von Naturflächen in Berlin muss ein attraktives Angebot mit öffentlichen Verkehrsmitteln sein. Mit dem Ausbau der U-Bahn-Station „Kienberg“ wurde das sichergestellt. Das Wuhletal ist sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen und braucht deshalb keinen großflächigen Parkplatz für Autos.
Der Parkplatz am Jelena-Santic-Park darf keinesfalls verfestigt oder gar asphaltiert werden. Der Ausbau von Parkplätzen wird dazu beitragen, dass der Autoverkehr weiter ansteigt und somit zu schlechterer Luft führt. Verstopfte Straßen und verärgerte Anwohner*innen sind die Folge. Da in Berlin die aktuellen Grenzwerte von Stickstoff bereits weit über das Ziel hinausschießen, ist nun dringender Handlungsbedarf nötig, um die Bürger*innen und die Natur zu schützen. Der Ausbau eines Parkplatzes für den motorisierten Individualverkehr setzt ein völlig falsches Zeichen und wird das Problem weiterhin verschärfen.
Die NaturFreunde sind Mitinitiator und Gründungsmitglied im Bündnis „Entsiegelt Berlin – Natur statt Asphalt“. Das Bündnis trifft sich jeden dritten Montag im Monat.
Ellinor Riedel