




20.08.2018 | Viele NaturFreunde aus Berlin beteiligten sich aktiv an den Aktionen des „Spandauer Bündnis gegen Rechts“ gegen den Nazi Aufmarsch in Spandau. Unter dem Motto „Keine Verehrung von Naziverbrechern“ hatte ein breites Bündnis zu einer Demonstration vom Bahnhof Spandau zum „Fest der Demokratie“ aufgerufen. Die NaturFreunde waren Miteinander zum „Fest der Demokratie“ und haben sich mit einem Info-Stand beteiligt. Auf dem Fest der Demokratie, das mit vielen Reden und Kulturbeiträgen ein sehr gelungener Beitrag für ein demokratisches und buntes Spandau war, wurde die Absage der Demonstration durch die Nazis mit großen Beifall begrüßt.
An der Demonstration haben sich viele Tausende beteiligt und mit einem breiten und bunten Bündnis deutlich gemacht, dass Berlin keine Nazi-Demonstrationen will. Uwe Hiksch von den Berliner NaturFreunden kritisierte, dass die Demonstration für das Gedenken an den Kriegsverbrecher Rudolf Heß in Berlin nicht verboten wurde. Die NaturFreunde könnten nicht verstehen, dass es in Wunsiedel möglich war, diese Demonstration zu verbieten, dies aber in Berlin nicht gelinge.
Nazi-Demo in Spandau abgesagt
Die Demonstration der Nazis wurde aufgrund der aktiven Beteiligung von tausenden Antifaschist*innen in Spandau vom Anmelder kurzfristig abgesagt. Die angereisten etwa 50 Nazis setzen sich dann in Bewegung, um an einer zweiten angemeldeten Demonstration vom Platz der Vereinten Nationen nach Lichtenberg teilzunehmen. Viele der nach Spandau angereisten setzten sich dann auch sofort in die Busse und S-Bahnen um nach Berlin-Mitte zu kommen, um gegen diesen Aufmarsch der Ewig-Gestrigen zu demonstrieren. Auch viele NaturFreund*innen fuhren dann zum Platz der Vereinten Nationen um ihren Protest gegen die Nazi-Demo zu zeigen.
Auf der Strecke gab es mehrere Blockaden, die von der Polizei zum Teil aufgelöst wurden. So konnte sich die Nazi-Demo unter massiven Polizeischutz – bei der Demonstration waren etwa 2300 Polizist*innen im Einsatz, mit viel Verspätung auf den Weg nach Lichtenberg machen.
Für die Antifaschist*innen stellt sich für die nächsten Demonstrationen der Nazis die Aufgabe, diese flexible Strategie der Nazis zu durchkreuzen und ebenfalls mit noch mehr Flexibilität auf die angemeldeten Demos und Scheindemos zu reagieren.