
19.09.2021 | Berliner Krankenhausbeschäftigte geben in der Corona-Pandemie ihr Bestes für eine gute Versorgung der Patient*innen, dabei sind ihre Arbeitsbedingungen seit Jahren schlecht und das tritt in Pandemiezeiten besonders zutage. Weil an allen Ecken und Enden Personal fehlt, ist die Arbeitsbelastung entsprechend hoch. Zudem gibt es gravierende Gehaltsunterschiede für die gleiche Arbeit, so zum Beispiel zwischen Beschäftigten von Vivantes und ihren Tochterunternehmen. Deshalb fordert die Berliner Krankenhausbewegung einen TVöD für alle Beschäftigten in den Tochtergesellschaften von Vivantes sowie einen Tarifvertrag für mehr Personal an Charité und Vivantes. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, wurden am 12. Mai entsprechende Forderungen und politische Erwartungen an die Berliner Landesregierung sowie die Klinikleitungen überreicht und ein 100-Tage-Ultimatum für einen „TVöD für alle“ sowie einen „Tarifvertrag Entlastung“ gestartet. Werden die Forderungen nicht erfüllt, sind Streiks geplant.
Am 19. August, einen Tag vor dem Ende des Ultimatums, wurde vor dem Abgeordnetenhaus eine letzte Mahnung gegenüber der Politik ausgesprochen. Alle Berliner*innen sind eingeladen, sich rege zu beteiligen – für bessere Arbeitsbedingungen der Krankenhausbeschäftigten und eine bessere Gesundheitsversorgung in Berlin.
Weitere Infos unter https://berliner-krankenhausbewegung.de.
Doreen Biermann
aus: WanderfreundIn 03-2021