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NaturFreunde Berlin
 
Inhalt

Aufruf Ostermarsch 2011

Eine Zukunft ohne Atomwaffen und Atomkraftwerke
Atomkraftwerke abschalten! - Atomwaffen abschaffen!

Gemeinsamer Aufruf Friedens- und Anti-Atom-Bewegung zum Ostermarsch 2011


Vor 25 Jahren hat die Katastrophe von Tschernobyl überdeutlich gezeigt: Eine sichere Nutzung von
Atomkraft kann es nicht geben. Durch die Reaktorkatastrophe wurde ein Gebiet verseucht, das halb
so groß ist wie die Bundesrepublik. Wie viele tausend Menschen als Folge dieser Katastrophe
umgekommen sind, ist nach wie vor ungewiss. 375 000 Menschen mussten umgesiedelt werden.
Von Anfang an war die Nutzung der Atomtechnologie militärisch dominiert. Mit den
Atombombenabwürfen auf Nagasaki und Hiroshima im Jahr 1945 wurden der Welt die Folgen des
militärischen Einsatzes von Atomwaffen dramatisch vor Augen geführt. Hunderttausende starben
qualvoll. Nachfolgende Generationen leiden noch immer an den Spätfolgen der radioaktiven
Strahlung.

Die Nutzung der Atomenergie ist unverantwortlich. Die Folgen des Uranabbaus, der
Urananreicherung und die Herstellung der Brennelemente verseuchen ganze Landstriche, machen
krank und sind tödlich. Für jede Tonne verwertbares Uranerz fallen bis zu 2000 Tonnen strahlender,
umweltbelastender Abraum an. Für die Lagerung des radioaktiven Abfalls gibt es weltweit noch keine
sichere Lösung und wird es wohl in naher Zukunft auch nicht geben.

Wir, die Anti-Atom- und Friedensbewegung, möchten gemeinsam darauf hinweisen: Die Nutzung der
Atomenergie gefährdet den Frieden in der Welt. Denn durch Atomkraftwerke und
Urananreicherungsanlagen nimmt die Gefahr der Ausbreitung von Atomwaffen zu. Solange
Atomwaffen existieren, bestehen die Gefahr und der Anreiz zu ihrer weiteren Verbreitung. Jede
Nutzung von Atomkraft bietet die Grundlage, das hergestellte Material in waffenfähiges
umzuwandeln. Deshalb ist die Exportförderung der deutschen Atomreaktoren ein Beitrag zum Bau
von neuen Atomwaffen. Ausstieg aus der Atomkraft ist darum unser Ziel.

Laut Schätzungen lagern derzeit 22 600 Kernwaffen in den weltweiten Arsenalen. Durch das neue
NATO-Konzept wird weiterhin der Ersteinsatz von Atomwaffen angedroht. Vor allem die
Atommächte müssen mit der Abrüstung beginnen. Gleichzeitig können atomwaffenfreie Zonen, z.B.
im Nahen und Mittleren Osten, geeignete Schritte auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt
sein. Als deutschen Beitrag zur atomaren Abrüstung fordern wir den Abzug der US-Atomwaffen aus
Büchel und die Beendigung der nuklearen Teilhabe im Rahmen der NATO.

Durch solche Schritte gäbe es die Chance, die Welt friedlicher und menschlicher zu gestalten. Allein
die USA geben jedes Jahr über 50 Milliarden Dollar für die Wartung ihrer Atomwaffen aus. Welch
gigantische Summe könnte für den Kampf gegen Hunger, Trinkwassermangel, Armut und
vermeidbare Krankheiten bereitgestellt werden!

Wir fordern, dass weltweit alle Atomkraftwerke abgeschaltet und alle Atomwaffen abgeschafft
werden.




FRIKO Berlin

Friedenskoordination Berlin

WER WIR SIND

In der Berliner Friedenskoordination (FRIKO) treffen sich seit Herbst 1980 VertreterInnen aus weltanschaulich sehr unterschiedlichen Gruppen, um über ihre friedenspolitischen Aktivitäten zu informieren, ihre Arbeit zu vernetzen und gemeinsame Vorhaben zu planen. An der Arbeit der FRIKO beteiligen sich Mitglieder von bezirklichen Friedensgruppen, des DGB und der Einzelgewerkschaften, von Kirchengruppen, Frauen- und Jugendverbänden, von Gruppen, die um Gleichberechtigung und Solidarität für und mit AusländerInnen, ImmigrantInnen und Flüchtlingen kämpfen, AntifaschistInnen, FreidenkerInnen und Einzelpersönlichkeiten, sowie Mitglieder von Parteien über eine gemeinsame Friedensarbeit aus beiden Teilen der Stadt.

Der Protest gegen die Raketenstationierung war die Geburtsstunde der FRIKO, um die zahlreichen Aktionen der vielen Friedensgruppen zusammenzuführen und gemeinsame Vorhaben durchzuführen. Seitdem wurden aus diesem Kreis Anstöße gegeben, Initiativen gestartet und auch in Zeiten der Resignation weitergearbeitet.

EINIGE STICHPUNKTE DER GELEISTETEN ARBEIT

Die FRIKO

* führte die Kampagne "Unsere Stadt gegen Atomwaffen" durch,
* fuhr immer wieder zu Gesprächen mit VertreterInnen der UNO und KSZE nach Genf, Helsinki und Stockholm,
* erkämpfte die Aufnahme in das Städtebündnis mit Hiroshima und Nagasaki,
* gründete zu diesem Zweck im Vorfeld das Deutsch-Japanische Friedensforum, das seitdem jedes Jahr zum 8. Mai in Berlin und zum 6. und 9. August in Japan Begegnungen der Bürgerbewegungen durchführt,
* initiierte 1986 - im UNO-Jahr des Friedens - den Friedensfilmpreis im Rahmen der Berlinale, der nun jährlich vergeben wird,
* organisierte den erstmal von Ost- und Westgruppen gemeinsam getragenen wochenlangen Protest gegen den Golfkrieg Anfang 1991 mit,
* gehörte zu dem breiten Bündnis, das zum 8. Mai eine Demonstration gegen das öffentliche Auftreten von Neofaschisten in Karlshorst organisierte,
* wandte sich gegen "Out of Area" und die NATO-Osterweiterung mit einem offenen Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages,
* führte vor der Abstimmung über den sinnlosen Bau des Eurofighters in Berlin eine "Volksbefragung" an 50 Plätzen der Stadt durch,
* verurteilte schon frühzeitig die von der Bundesregierung zielstrebig verfolgten Absichten, die Bundeswehr von einer Verteidigungsarmee in die Rolle einer Interventionsarmee zu drängen,
* initiierte beim Angriffskrieg gegen Jugoslawien 1999 eine Mahnwache und führte sie vom ersten bis zum letzten Tag des Krieges an der Gedächtniskirche durch,
* beteiligte sich bei der Organisierung und Durchführung des Internationalen Tribunals in Berlin gegen die Kriegsverbrechen der NATO aktiv,
* initiierte mit und gestaltete in Berlin Ende der Neunziger Jahre die im ganzen Bundesgebiet durchgeführte Kampagne "Kriege verhindern - Einsatzkräfte auflösen",
* schloss sich dem Protest gegen die NMD-Pläne der USA ("Raketenabwehrschirm") mit eigenen Aktionen an.

Nach dem 11. September 2001 erkannte die FRIKO sehr schnell, dass die Attentate in New York und Washington zum Anlass genommen werden könnten, Kriege in verschiedenen Ländern zur Neuaufteilung der Welt unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung anzuzetteln und sah sich durch die von der Bush-Administration benannte "Achse des Bösen" bestätigt.
Sie wandte sich gegen die Beteiligung deutschen Militärs am Krieg gegen Afghanistan ebenso wie gegen die Pläne eines Krieges gegen Irak.

Sie initiierte ein Berliner Bündnis aus Gruppen und besorgten Einzelpersonen zum Bush-Besuch im Mai 2002, das sich den Namen "Achse des Friedens" gab.
2003 waren Aktive der FRIKO bei der Vorbereitung der bundesweiten Demonstration gegen den Einmarsch im Irak beteiligt.

Die FRIKO hält Kontakt zu Friedensbewegungen anderer Länder.
Im Bundesausschuss Friedensratschlag, der aus VertreterInnen der bundesweiten Friedensbewegung besteht und seit mehreren Jahren das Kasseler Friedensforum organisiert, ist die FRIKO von Anfang an dabei.

WAS WIR WOLLEN

Jedes Jahr zu Ostern wird von Gruppen der FRIKO für den traditionellen Ostermarsch ein aktuelles Konzept entwickelt und umgesetzt.

Um sich der Militarisierung der Gesellschaft zu widersetzen, unterstützt die FRIKO Aktionen, die sich gegen öffentliche Gelöbnisse wendet, gestaltet von Zeit zu Zeit Jubelparaden von AMOK, dem Antimilitaristischen Oberjubel K.O.M.I.T.E.E. mit.

Schwerpunkt der aktuellen Arbeit liegt in der Kampagne "Truppen raus aus Afghanistan", die den unverzüglichen Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan fordert. Als weiteren Schwerpunkt bringen wir uns anlässlich der Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages (2010) in die Kampagnen mit dem Ziel einer atomwaffenfreien Welt ein und fordern als ersten Schritt dazu den Abzug aller Atomwaffen aus der Bundesrepublik.

Die FRIKO setzt sich dafür ein, dass Konflikte in der Welt ausschließlich mit friedlichen Mitteln gelöst werden.

Darum:

KEINE GEWALTSPIRALE
KEINE MILITÄRISCHEN EINSÄTZE WELTWEIT!
FÜR DAS FRIEDLICHE ZUSAMMENLEBEN ALLER MENSCHEN WELTWEIT, UNABHÄNGIG VON IHREM GECHLECHT, IHRER HAUTFARBE; IHRER HERKUNFT UND IHREN RELIGIÖSEN ÜBERZEUGUNGEN


Friedenspolitisches Aktionsprogramm 2011

Verabschiedet vom Bundesausschuss Friedensratschlag im Dezember 2010

Die Regierungen der reichen Staaten befestigen ihre Machtstellung gegenüber den Rest der Welt. Dazu soll die NATO gestärkt, die Europäische Union militarisiert und die Bundeswehr endgültig in eine Interventionsarmee transformiert werden. Dagegen regt sich Widerstand in vielen Teilen der Welt. Während große Kriege wie die in Afghanistan, in Pakistan und viele bewaffnete Konflikte in Afrika, Asien und Lateinamerika weiter geführt werden, besteht die Gefahr neuer Kriege insbesondere im Nahen Osten (Iran) und im Sudan. Friedenspolitik muss auf die Beendigung aller Kriege und auf die Verhinderung neuer Kriege dringen. Abrüstung und die Achtung des Völkerrechts sind zwei notwendige Voraussetzungen für eine andere, eine friedlichere Welt. Letztlich setzt die internationale Friedensbewegung auf eine vorausschauende, präventive Friedenspolitik, die weltweit auf Beseitigung der Konfliktursachen gerichtet ist.

Schwerpunkte unserer friedenspolitischen Arbeit 2011 werden sein:

(1) Afghanistan-Krieg beenden: Der Kampf um die Beendigung des Afghanistan-Krieges hat für die Friedensbewegung weiterhin Priorität. Die Ergebnisse des Krieges sind desaströs. Ein Abzug der Bundeswehr wäre ein ermutigendes Signal auch für andere Staaten. Das entspräche auch dem Wunsch der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland. Die Friedensbewegung hat sich im Sommer 2010 auf den gemeinsamen Unterschriften-Appell „Den Krieg in Afghanistan beenden – zivil helfen“ verständigt, für den weiter breit geworben wird.

(2) Atomwaffen abschaffen: Der Einsatz atomarer Waffen und deren Ersteinsatz bleiben Teil der strategische Planung. Alle Appelle an die Regierungen zur Einhaltung des Nichtverbreitungsvertrags werden so lange wirkungslos bleiben, als nicht die Atomwaffen besitzenden Staaten mit gutem Beispiel voran gehen und mit der Abrüstung Ernst machen. Atomwaffenfreie Zonen, z.B. auch für den hochexplosiven Nahen und Mittleren Osten, können geeignete Schritte auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt sein. Als deutschen Beitrag zur atomaren Abrüstung fordern wir den Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel und die Beendigung der atomaren Teilhabe im Rahmen der NATO.

(3) Die NATO delegitimieren: Die NATO ist zu einem Überbleibsel einer untergegangenen bipolaren Weltordnung geworden. Ihr Fortbestand dient der militärischen Absicherung imperialistischer Interessen gegen die Ansprüche der Völker der unterentwickelt gehaltenen Welt und richtet sich gegen Mächte, die dem freien Fluss ausländischen Kapitals nationale Schranken entgegen setzen wollen. Wir stellen die NATO dar, als das was sie ist: Der größte Militärpakt der Erde, dessen Mitgliedsstaaten drei Viertel der weltweiten Rüstungsausgaben auf sich vereinen, und der bereit ist, seine imperialen Interessen nicht nur in Afghanistan, sondern auch sonst in der Welt durchzusetzen. Die Friedensbewegung arbeitet weiter an der Delegitimierung der NATO mit dem Ziel ihrer Abschaffung.

(4) „Nein zur europäischen Militärunion“: Die Europäische Union ist mit dem Lissabon-Vertrag endgültig zu einem Militärbündnis geworden. Sie verfügt über eine eigene Sicherheitsstrategie, über eigene militärische Fähigkeiten (z.B. die bekannten Battle Groups) und eine europäische Rüstungsagentur, deren Aufgabe es ist, die geforderte Verbesserung der militärischen Fähigkeiten der EU (Aufrüstungsverpflichtung) zu vermitteln und zu managen. Wie in der Kampagne gegen den Verfassungsvertrag muss es auch heute für die Friedensbewegung heißen: „Ja zu Europa, Nein zur europäischen Militärunion“.

(5) Keine Interventionsarmee Bundeswehr: Guttenbergs Bundeswehrreform zielt auf weltweite Interventionsfähigkeit zur Sicherung der wirtschaftlichen Interessen „Deutschlands“ ab. Die Devise der Herrschenden lautet: Kleiner und feiner, effektiver und aggressiver! Wir weisen darauf hin, dass die Bundeswehr gemäß dem Grundgesetz und im Einklang mit dem Gewaltverbot der UN-Charta ausschließlich der Verteidigung dient. Darüber hinaus fordern wir die Abrüstung der Bundeswehr bis zu ihrer Abschaffung.

(6) Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr: Die grundsätzliche Ablehnung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr gehört zum festen Bestandteil der Friedensbewegung. Deutsche Soldaten haben weder in Afghanistan, noch auf dem Balkan, noch am Horn von Afrika oder im Sudan etwas zu suchen. Wo Menschen ihrer fundamentalen Rechte beraubt werden, ist wirksame Hilfe nur mit zivilen, nicht-militärischen Mitteln möglich. Jede Prävention, jede Form ziviler Konfliktbearbeitung, jeder Einsatz politischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Mittel ist das vernünftige Gegenteil von militärischer Intervention.

(7) Schluss mit den Rüstungsexporten: Die Bundesrepublik Deutschland belegt seit Jahren einen der vordersten Plätze im internationalen Rüstungsgeschäft. Geliefert wird in alle Weltteile, in Spannungsgebiete und an Bürgerkriegsparteien. Wir fordern ein Verbot jeglichen Rüstungsexports. Auch die sog. „Kleinwaffen“ dürfen nicht weiter gegeben werden; Lizenzverträge mit anderen Staaten sind zu verbieten.

(8) Rüstungsindustrie verstaatlichen und konvertieren: Die privatwirtschaftlich organisierte Rüstungsindustrie ist am Gewinn interessiert und kennt weder Moral noch politische Verantwortung. Alles deutet darauf hin, dass die Rüstungsunternehmen ihre Produktion auch über eine Ausdehnung des Exports steigern will. In der schwarz-gelben Regierung haben sie einen wichtigen Förderer ihrer Anliegen. Wir setzen dem entgegen: Die hoch gefährliche Rüstungsindustrie muss verstaatlicht und gezielt auf die Produktion nützlicher ziviler Güter umgestellt werden (Konversion). Der Staat als 100-prozentiger Abnehmer der produzierten Waffen und militärischen Geräte trägt auch die Verantwortung für die Umstellung der Rüstungsproduktion bei Erhalt der Arbeitsplätze.

(9) Gegen die Militarisierung von Schule, Hochschule und Gesellschaft: Die Regierung ist bestrebt, durch verstärkte Werbeanstrengungen – auch unter arbeitslosen Jugendlichen – dem Schwund an Nachwuchs entgegen zu wirken. Zugleich wird damit die innere Militarisierung vorangetrieben. Diese Offensive setzt auf die Militarisierung der Bildung und des Denkens und macht weder vor Schule, Hochschule und Arbeitsagenturen noch vor Jahrmärkten und Volksfesten halt. Wir unterstützen alle Aktivitäten die darauf abzielen, die ideologische Offensive der Bundeswehr abzuwehren, die sich heute an Schulen, Messen („Karrieretreffs“), Volksfesten oder bei Gelöbnissen und Zapfenstreichen manifestiert. Wir unterstützen den Kampf der Studierenden für die Einführung von „Zivilklauseln“.

(10) Völkerrecht einhalten und UNO demokratisieren: In der UN-Charta sind die wesentlichen Prinzipien des Völkerrechts verankert wie die Souveränität, Gleichberechtigung und territoriale Integrität der Staaten, das unbedingte Gewaltverbot sowie das Verbot, sich in die inneren Angelegenheiten von Staaten einzumischen. Die militärische Dominanz der NATO-Staaten vermochte bereits dreimal nach Ende der Blockkonfrontation durch Aggressionskriege (gegen Jugoslawien, Irak und Afghanistan) sich über das Völkerrecht hinweg zu setzen. Obwohl problematische und falsche Entscheidungen des UN-Sicherheitsrats nachträglich zu Legitimierungen dieser völkerrechtswidrigen Angriffskriege geführt haben, bleibt das UNO-System ohne vernünftige Alternative. In der UNO-Vollversammlung sowie in den meisten Gremien und Untergliederungen stehen die große weltweite Mehrheit der Mitgliedsstaaten gegen imperialistische Einmischung und Dominanz. Im UN-Sicherheitsrat sind unterprivilegierte Staaten unterrepräsentiert. Die UNO muss zu einem Anwalt der Schwachen werden. Es muss um eine Demokratisierung – nicht um eine Marginalisierung der UNO gehen.

Anhang: Ausgewählte Termine für die Friedensbewegung 2011:

* Ende Januar/Anfang Februar: Aktionen gegen die Verlängerung des Mandats für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan

* 4./5. Februar : Aktionen gegen die NATO–Sicherheitskonferenz in München

* 19./20. Februar : Afghanistan-Konferenz der Friedensbewegung und VENRO in Hannover

* 15. bis 25. April : Ostermärsche
* 26. April: 25. Jahrestag Tschernobyl
* 1. Mai: Kundgebungen des DGB
* 8. Mai: Tag der Befreiung am 8. Mai
* 22. Juni: 70 Jahre Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion
* Juli/August: Sommerakademie des Friedensratschlags
* 6./9. August: Hiroshima-/Nagasaki-Tag
* 1. September: Antikriegstag/Weltfriedenstag
* 4. September: 2. Jahrestag des Massakers von Kundus
* 7. Oktober: 10. Jahrestag des Kriegsbeginns gegen Afghanistan (evtl. Afghanistan-Tribunal)
* 3./4. Dezember 18. Friedenspolitischer Ratschlag in Kassel

Bundesausschuss Friedensratschlag


NaturFreunde fordern: Waffendeal mit Saudi-Arabien sofort stoppen!



Berlin, 8. Juli 2011– Zur geplanten Lieferung von 200 Kampfpanzern nach Saudi-Arabien erklärt der stellvertretende Landesvorsitzende von Berlin und Mitglieder im Bundesvorstand, Uwe Hiksch, folgendes:



Es ist ein gutes Zeichen, dass sich innerhalb von nur zwei Tagen über 55 000 Menschen an der Aktion „Panzer-Export nach Saudi-Arabien stoppen!“ im Internet beteiligt haben. Ebenso wie der Unterzeichner fordern die NaturFreunde Deutschlands, dass das mörderische Geschäft sofort beendet werden muss. Mit der Entscheidung der Bundesregierung, Panzer mitten in eine Krisenregion zu liefern, setzt sie sich wieder einmal über menschenrechtliche Grundsätze hinweg. Getreu dem Motto: Was für unsere Rüstungsindustrie gut ist, ist auch für uns gut! Mit der Genehmigung von Rüstungsexporten in Spannungsgebiete tragen Merkel und Rösler somit zur Verschärfung von Konflikten und Unsicherheit auf der arabischen Halbinsel bei.



Desweiteren fordern die NaturFreunde Deutschlands die Bundesregierung auf, ihre eigenen Richtlinien zum Rüstungsexport einzuhalten, die eine Ausfuhr von Rüstungsgütern in Krisengebiete untersagen. Es ist ein Skandal, dass mit dem Panzerexport an Saudi Arabien eine Diktatur unterstützt wird, die keine Opposition zulässt, alle fortschrittlichen Bewegungen durch massive Repressionen einschüchtern sowie mitgeholfen hat, die Demokratiebewegung im Nachbarland Bahrain zu unterdrücken.



Der Leopard 2 ist ein Verkaufsschlager: Bisher wurden mehr als 3000 Stück produziert und in mehr als 16 Länder verkauft. Nach Saudi-Arabien soll nun der Typ „Leopard-2-A7plus“ geliefert werden. Dieser Panzertyp wurde so weiterentwickelt, dass er auch in urbanen Regionen eingesetzt werden kann. Die perfekte Waffe, um die eigene Bevölkerung zu unterdrücken!



Das Gerede der Bundesregierung von Menschenrechten und Demokratisierung in der arabischen erweisen sich als leere Wortehülsen, wenn sie diesen Panzerdeal zulassen. Die Bundesregierungen der letzten Jahre haben den Verkauf von Waffen zur Stärkung der deutschen Rüstungskonzerne forciert. Das Ziel ist der strategische Ausbau der deutschen Rüstungsindustrie.



Als NaturFreunde kritisieren wir, dass die deutschen Rüstungsausfuhren zwischen 2005 und 2009 einen Anteil von 11 Prozent am weltweiten Rüstungshandel erreicht haben. Wichtigste Abnehmer deutscher Rüstungsexporte waren die Türkei (14%), Griechenland (13%)und Südafrika (12%).



Saudi-Arabien ist einer der größten Waffenimporteure weltweit. 2009 wurden Rüstungsgüter im Wert von 2,7 Milliarden US-Dollar eingekauft. Im Rüstungsexportbericht der Bundesregierung wird Saudi-Arabien unter den „Top Ten“ der Empfängerländer deutscher Waffen aufgeführt. Im Jahr 2009 wurden Genehmigungen für den Waffenexport nach Saudi-Arabien im Gesamtwert von 167,9 Millionen Euro erteilt. Dabei wurden Genehmigungen unter anderem für Teile für Feuerleiteinrichtungen, Bodenüberwachungsradar, für Kampfflugzeuge, Tankflugzeuge, für Raketen, Granaten, Elektronische Kampfführung und Grenzsicherungssysteme genehmigt.



NaturFreunde Deutschlands – Teil der Friedensbewegung

Die NaturFreunde Deutschlands sind seit mehr als 50 Jahren Teil der bundesdeutschen Friedensbewegung. Schon in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts haben sich die NaturFreunde gegen die deutsche Wiederbewaffnung ausgesprochen. Zudem waren wir Gründungsmitglied der Anti-Atomtod-Bewegung, aus der schließlich die Ostermärsche hervorgegangen sind.




  26.06.2017 | 19.00 Uhr

Treffen AK Internationalismus

NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin, (U- und S- Bahnhof Heidelberger Platz)

Der AK Internationalismus wird sich mit folgenden Themenbereichen beschäftigen: 1. Informationen >>>

 


  29.06.2017 | 18.30 Uhr

Umweltarbeitskreis der Berliner NaturFreunde

NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin, (U- und S- Bahnhof Heidelberger Platz)

Wir diskutieren über die Umweltpolitik in Berlin, planen Aktionen und Demonstrationen und >>>

 


  29.06.2017 | 19.00 Uhr

Treffen Bündnis Schule ohne Militär

NaturFreunde Berlin, Paretzer Straße 7, 10713 Berlin (U-und S- Bahnhof Heidelberger Platz)

Die NaturFreunde Berlin sind Mitglied im Bündnis "Schule ohne Militär". Gemeinsam mit >>>


  28.06.2017 | 10.45 Uhr

RadTour 7: Auf den Spuren der Bäke

vor dem Eingang Botanischer Garten, Königin-Luise-Str.

Vom Fichtenberg zur Glienicker Lake, auf den Spuren der Bäke Infos: Franiska Koehler, Klaus >>>

 


  01.07.2017 | 14.00 Uhr

Zum Vermächtnis des Berliner Marxisten Walter Benjamin: Für Klassenkampf und Oktoberrevolution

Brechtdenkmal vor dem Berliner Ensemble Bertolt-Brecht-Platz 1 10117 Berlin

Eine Spurensuche anlässlich des 125. Geburtstages von Walter Benjamin (*15.07.1892). Allen >>>

 


  02.07.2017 | 08.16 Uhr

Radtouren 2017: Naturpark Stechlin

S-Bf. Neuenhagen

8:16 h Nhgn, 9:13 h Friedrichstr., 9:52 h Hennigsdorf, an 10:56 h Wittstock/ Dosse, Tour ca. 70 km >>>