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NaturFreunde Berlin
 
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Einfach das Weite suchen

Die Arbeitertouristen entdecken die Welt

Noch bevor Reiseunternehmen Arbeiter als Zielgruppe für das Geschäft mit dem Fernweh entdeckten, begannen die Naturfreunde den erkämpften gesetzlichen Urlaubsanspruch mit günstigen Reiseangeboten zu füllen. Mit Wanderführern, Landkarten und Wegemarkierungen machten Naturfreunde Berge und Wälder zugänglich. In den Naturfreundehäusern konnten Arbeiterfamilien preiswert ihre Wochenenden oder Ferien verbringen.

Die große Nachfrage nach preiswerten Ferienfahrten konnte bald nicht mehr mit den herkömmlichen Strukturen der Vereinsarbeit erfüllt werden. Zunächst wurde eine Wanderauskunftsstelle in Berlin eröffnet und später zu einem selbständigen Reisebüro ausgebaut. 1927 wurde das Naturfreunde-Reisebüro in der Johannisstraße in Berlin-Mitte eröffnet. Hier wurden auch ein- bis zweiwöchige Reisen in die Alpen, an die Ostsee und das europäische Ausland angeboten. Neben der Veranstaltung von Gruppenreisen wurden in dem Reisebüro auch Einzelreisende beraten, Quartiere vermittelt und Reisepläne ausgearbeitet. Ergänzt wurde das Reisebüro durch eine Reisesparkasse und ein eigenes Fachgeschäft für Sport- und Reisebedarf, der Einkaufsgenossenschaft (EKA). Naturfreunde konnten sich hier aufgrund eines Vertriebssystems in reichsweit 14 Filialen zu vergünstigten Preisen für die kleine und große Fahrt ausrüsten: Reiseführer, Zelte, Kocher, Kletterausrüstung, Rucksäcke oder Kanus – ein Vorläufer der modernen Outdoorläden.