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NaturFreunde Berlin
 
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Arbeiter in Bewegung

Die Naturfreunde und der Sport

Seit den frühen 1890er Jahren bildete sich eine eigenständige Arbeitersportbewegung heraus, gleichzeitig wurde der Sport zur wichtigsten Freizeitbeschäftigung der Arbeiterschaft. Die Arbeitersportler wollten sich in einer solidarischen und nicht durch Konkurrenz vergifteten Atmosphäre sportlich betätigen. Sie förderten den Massensport und wendeten sich gegen die Professionalisierung und Rekordsucht im Sport. Auch für die Naturfreunde kamen 1925 „...keine sportlichen Wettkämpfe, Meisterschaften und Olympiaden in Frage. Wir lehnen jeden Wettkampf in unseren sportlichen Betätigungen ab.“

1912 wurde die Zentralkommission für Sport und Körperpflege als Dachverband des Arbeitersports in Deutschland gegründet, um gegen die “bürgerlichen gleichartigen Verbände“ zu agitieren, die unverhohlen völkisch-antidemokratisch auftraten.1913 schloss sich der Touristenverein der Zentralkommission an. Auf regionaler Ebene organisierten sie sich in Sportkartellen, wie dem Kartell-Verband Groß-Berlin. Mit der zunehmenden Auseinandersetzung zwischen SPD und KPD wurden Rote Sportkartelle und die „Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit“ (Rotsport) gegründet. Hier sammelten sich die kommunistischen Sportler, darunter auch der Berliner ASV „Fichte“, dem zahlreiche ausgeschlossene Naturfreunde beitraten. Der Berliner Touristenverein „Die Naturfreunde“ bot neben dem Wandern zunehmend auch Klettern und Skifahren sowie ab Mitte der 20er Jahre das Kanufahren an.

„Die Veranstaltung von Skiwettkämpfen und Skisprungkonkurrenzen entspricht nicht den kulturellen Bestrebungen der Naturfreunde. Es ist aber den Wintersportabteilungen der Ortsgruppen des Vereins gestattet, Propagandaläufe zu veranstalten. (...) Preise in Geld oder Geldeswert dürfen nicht ausgesetzt werden.“ TVDN Beschluss (1925)