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NaturFreunde Berlin
 
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Kapitulation und Kalter Krieg

Die Naturfreunde nach dem Zweiten Weltkrieg

„Die Jugend dieser Stadt schien uns langfristig geprägt durch die Hitler-Jugend, den BDM, das Jungvolk und war teilweise sogar noch zu illegalem Kampf im Sinne der Nazis eingeschworen, also Werwolf und Ähnliches. Es ging darum, diese Jugend jetzt einzuführen in demokratisch-staatliche Strukturen. Und hier boten sich die Jugendverbände an.“ (Rudi Pietschker)

Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus lag Berlin in Trümmern. Zwölf Jahre Nationalsozialismus hatten ihre Spuren in Straßenbild und Köpfen hinterlassen. Mit kleinen Zetteln auf Anschlagbrettern begaben sich Naturfreunde auf die Suche nach alten Genossen und führten zu den ersten Treffen. Eine wichtige Rolle kam Willi Bulan zu. Der frühere Vorsitzende des Gaues Brandenburg des TVDN arbeitete im Hauptsportamt des Berliner Magistrats und war für die Wandersparte im kommunalen Sport zuständig. Mit Zeitungsanzeigen suchte er ehemalige Mitstreiter. Und in der Frankfurter Rundschau veröffentlichten US-amerikanische Naturfreunde im Oktober 1945 einen Aufruf, der die Wiedergründung und Wiederzulassung der Naturfreunde forderte. Im Januar 1947 kamen im Weddinger Mercedes-Palast 1.700 ehemalige Naturfreunde zusammen.

Erst im Oktober 1949 erfolgte die Zulassung der Naturfreunde in Berlin. Die französische Militärverwaltung erteilte zudem die Lizenz für die Herausgabe des Verbandsmagazins „Der Wanderfreund“. Die offizielle Gründungsversammlung fand im Dezember des gleichen Jahres statt. Franz Maspfuhl, Obmann der Berliner Arbeitertouristen von 1924 bis 1933, wurde zum Vorsitzenden gewählt. Die Naturfreunde verfügten zu diesem Zeitpunkt bereits über neun Bezirksgruppen mit fast 400 Mitgliedern. Im April 1950 trafen sich Vertreter der Jugendgruppen und gründeten die Naturfreundejugend Berlin.