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NaturFreunde Berlin
 
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Götter des Stadions

Leibeserziehung im Nationalsozialismus

Sport diente im Nationalsozialismus vor allem der Hebung der Volksgesundheit und der Wiedererstarkung der militärischen Kräfte. Sport zum bloßen Vergnügen oder zur Erholung wurde im NS- Staat strikt abgelehnt. Vielmehr sollte durch Körperertüchtigung für die „deutsche Volksgemeinschaft“ erzogen werden. Folglich blieb es nicht dem Einzelnen „überlassen, ob er gesund sein will oder nicht, ob er Anforderungen an die Entfaltung der Kräfte des Leibes stellen will oder nicht“. Sport wurde als wichtiger Teil der NS-Rassenpolitik begriffen.

Die andere Seite bildeten Auslese, Ausgrenzung und Vernichtung der „minderwertigen und unerwünschten Elemente“.

Die Darstellung des schönen, kraftvollen „rassereinen“ Körpers war in der NS-Propaganda überall präsent. Zum Höhepunkt kam es während der Olympischen Spiele in Berlin 1936. Die Filme von Leni Riefenstahl dokumentieren dieses Körperbild bis heute. Während das Internationale Olympische Komitee die Zustände im „Dritten Reich“ ignorierte oder sogar befürwortete, riefen die Arbeitersportbewegung und jüdische Organisationen im Ausland zum Boykott der Spiele auf.

Der ehemalige Reichsjugendleiter des T.V. „Die Naturfreunde“ Loni Burger vertrat als Herausgeber der Zeitschrift „Deutsches Wandern“ eine völkisch-orientierte Linie.
Und der ehemalige Reichsleiter des T.V. „Die Naturfreunde“ Xaver Steinberger wurde 1933 in den Führerrat des Fränkischen Albvereins berufen. Trotzdem wurde Steinberger nach 1945 zum ersten Bundesvorsitzenden der westdeutschen Naturfreunde gewählt.