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NaturFreunde Berlin
 
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Für die Rote Sporteinheit

SPD und KPD ringen um die Mehrheiten

War ein Bekenntnis zum Sozialismus vor 1918 eine klare Sache, so wurde es nach der Spaltung der Linken in eine sozialdemokratische und eine kommunistische Richtung für fast alle Organisationen der Arbeiterbewegung zu einer Zerreißprobe. Es entstanden zwar auch eigenständige kommunistische Vereine, wie z.B. die „Rote Hilfe“, die „Internationale Arbeiterhilfe“ oder der „Rote Frontkämpferbund“. Doch in vielen Vereinen, wie den Freidenkern, den Arbeitersportlern und den Naturfreunden blieben Kommunisten und Sozialdemokraten jahrelang, zumindest bis 1927/28 und zum Teil sogar bis 1933 zusammen in einer Organisation. Damit wurden diese Organisationen automatisch zum „Vorfeld“ sowohl für die SPD als auch für die KPD. Beide Parteien bemühten sich darum, ihre politische Linie zur Geltung zu bringen. Die sogenannte „Sozialfaschismusthese“ der KPD wurde insbesondere nach dem „Blutmai“ 1929 in Berlin genutzt, die Sozialdemokratie zum Hauptfeind zu erklären.
Während in der Reichsleitung der Naturfreunde vorwiegend Sozialdemokraten saßen, dominierten in den Gremien des Gaues Brandenburg und der Ortsgruppe Berlin kommunistische Naturfreunde. Im Jahr 1925 löste die Reichsleitung den Gau Brandenburg wie auch andere Ortgruppen der Naturfreunde auf. Bis 1932 hatte die Reichsleitung 213 Ortsgruppen ausgeschlossen; das entsprach rund einem Drittel der Mitglieder. Die ausgeschlossenen Berliner Naturfreunde schlossen sich dem Arbeitersportverein Fichte an und gründeten dort eine eigene Wandersparte.